RICHTER, LISELOTTE

deutsche Religionsphilosophin, *7. Juni 1906 in Berlin
R. promovierte als Philosophin und Theologin. Sie war 10 Jahre als Mitarbeiterin in der Leibnizforschung der Akademie der Wissenschaften tätig, bis sie 1945 Bezirksstadträtin des Volksbildungsamtes wurde. 1946 habilitierte sich R. an der philosophischen Fakultät der Uni Berlin, wurde ein Jahr später Professorin für Philosophie mit vollem Lehrauftrag und 1951 ordentliche Professorin. Im gleichen Jahr wechselte sie zur Theologischen Fakultät, wo sie Professorin für Religionsphilosophie und Religionswissenschaften wurde. R. war somit erster weiblicher Ordinarius Deutschlands für Philosophie und Theologie.
Im Mittelpunkt von R.s Publikationen stehen historische und zeitgenössische Philosophen, deren Arbeiten sie eingehend untersucht. Beispiele dafür sind ihre Texte zu Kierkegaard, Descartes, Böhme, Leibniz, Sartre oder Moses Mendelssohn.

Werk: Begriff der Subjektivität bei Kierkegaard, 1932; Descartes, 1942; Jakob Böhme, 1943; Leibniz, 1946; Philosophische Dichtkunst, 1948; Sartre, 1949; Lebensschwierigkeiten unserer Zeit, 1952; Leidenschaft des Religiösen, 1953; Immanenz  und Transzendenz im nachreformatorischen Gottesbild, 1954; Fides Creatrix, Gestaltwandel der Mystik von Tauler zu F.V. Baader, 1954.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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