LANGER, SUSANNE KATHARINA

amerikanische Philosophin, *20. Dezember 1895 in New York, †Juli 1985
L. war 20 Jahre lang als Philosophin an der Harvard Universität tätig. Danach arbeitete sie als Professorin an verschiedenen Universitäten und lehrte schließlich am Connecticut College, New London. Ein 1959 von der Edgar Kaufmann Wohltätigkeitsstiftung von Pittsburg bezahlter Forschungsauftrag ermöglichte ihr eine selbständige schriftstellerische Tätigkeit, der sie sich bis zu ihrem Tod widmete.
L.s philosophisches Denken drehte sich um eine Neubestimmung des Verhältnisses von Natur und Bewußtsein. Sie wendet sich gegen eine positivistische Sichtweise, die mentale Phänomene kausal-mechanistisch erklärt. Und sie wendet sich auch gegen eine subjektivistische Perspektive, die alles durch das reine Bewußtsein zu begreifen versucht. Dagegen weist sie auf eine vermittelnde Position, die den lebendigen Bezug von Natur und Geist offenlegt. Diese vermittelnde Sphäre wird in einer neuen Gefühlskonzeption herausgearbeitet.
Besonders einflußreich war L.s Philosophie des Symbolismus, den sie als universellen Ausdruck der menschlichen Geistestätigkeit versteht. L.s Symboltheorie gründet sich darauf, jede Symbolbildung als einen Prozeß der Vermittlung zwischen unterschiedlichen Wahrnehmungsweisen aufzufassen.

Werk: A Set of Postulates for the Logical Structure of Music, in: Monist 39, 1929, S. 561-570; An Introduction in Symbolic Logic, 1937; Philosophie auf neuem Wege, 1965; The Primary Illusions and the Great Orders of Art, in: The Hudson Review 3, 1950, S. 219-233; Feeling and Form. A Theory of Art developed from Philosophy in a New Key, 1953; Problems of Art, 1957; Philosophical Sketches, 1962; Abstraction in Art, in: The Journal of Aesthetics and Art Criticism 22, 1963–64, S. 379-392; Cassirers Philosophie der Sprache und des Mythos, in: Ernst Cassirer, hg.v. P.A. Schilpp, 1966, S. 263-290; Mind. An Essay on Human Feeling, Bd. I–III, 1967/1972/1982.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon, Die Welt der Philosophin IV

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