FULLER OSSOLI, SARAH MARGARET

amerikanische Feministin und Philosophin, *23. Mai 1810 in Cambridgeport (Massachusetts), 1850
F. war Mitglied des American Transcendentalist Literary and Philosophical Movement zu dem auch Alcott und Henry David Thoreau gehörten. Ihr Lehrer und Mentor war Ralph Waldo Emerson.
Der individualistische Grundgedanke des Transzendentalismus bot für F. gute Ansätze, um aus ihrer klassischen Frauenrolle auszubrechen. Deshalb begann sie in Boston mit einer Serie von seminarartigen Gesprächskreisen, Conversations, für Frauen. Die Themen waren breit gefächert, sie reichten von Erziehung über Ignoranz und Gesundheit bis zu den Schönen Künsten.
1840 übernahm F. die Redaktion der Zeitschrift Dial, eines transzendentalistischen, literarischen und philosophischen Journals. Darin publizierte sie neben Emerson und Thoreau auch eigene Beiträge und befaßte sich intensiv mit Literaturkritik. Ihre wichtigste Arbeit ist Woman in the Nineteenth Century, die 1845 erschien. Darin geht F. von dem Grundsatz aus, daß alle Seelen und damit auch alle Menschen gleich sind. Außerdem geht sie sowohl auf die Problematik der Menschenrechte für Frauen als auch auf die Sklaverei ein.
Insgesamt schrieb F. neben ihren Büchern über 350 Artikel, Essays und Gedichte; die meisten sind unveröffentlicht.

Werk: Conversations with Goethe, 1839; Summer on the Lakes, 1844; Women in the Nineteenth Century, 1845/1980; At Home and Abroad, 1856; Papers on Literature and Art, 1856; Life without and Life within, 1859.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon

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