BADINTER, ELISABETH

französische Schriftstellerin und Philosophin, *1944 in Boulogne Billancourt
B. arbeitet heute als Professorin für Philosophie, ist Schriftstellerin und Leiterin eines Seminars für Geschichte und Psychologie der Familie an der Ecole Polytechnique in Paris. Bekannt wurde B. durch ihre Essays über das Thema Geschlechtsidentität: L’amour en plus. Histoire de l’amour maternel XVII–XX, L’Un est l’autre, Des relations entre hommes et femmes und XY. De l’identité masculine. Außerdem hat sie historische Biographien wichtiger Personen des 18. Jahrhunderts verfaßt, z.B. über Condorcet: un intellectuel en politique und Madame du Châtelet und Mme d’Epinay, in Emilie, Emilie: l’ambition féminine au XVIII.
Während sie in den biographischen Essays noch die Frage stellt „wer bin ich?“ hat sie sie in L’un est l’autre beantwortet. Ich bin Du untersucht die Hauptzüge der patriarchalen Gesellschaft. B. beschreibt die Entwicklung von einer ursprünglichen Gleichheit der Geschlechter zu Hierarchie und Ausschluß des Weiblichen. Ein Gleichgewicht will B. mit dem Begriff der Androgynität herstellen; hier als Ähnlichkeit und nicht als Identität definiert. Denn trotz Ähnlichkeit bestehen subtile Differenzen zwischen den Geschlechtern.

Werk: Die Mutterliebe, 1981; Les Goncourts, Romanciers et Historiens des Femmes, Vorwort in: La femme au XVIII siècle des Goncourt, 1982; Emilie, Emilie, 1984; Les Remontrances de Malesherbes (1771–1775), 1985; Ich bin Du, 1987; Die Frau im 18. Jahrhundert, 1986; Condorcet, un intellectuel en politique (mit R. Badinter), 1988; Correspondance inédite de Condorcet et de Mme de Suard (1771–1791), 1988; (Hg.in) Paroles d’hommes (1790–1793), 1989; XY. De l’identité masculine, 1992.

Weiterführende Literatur:  Philosophinnen-Lexikon 

Zurück zu B                                                                                  Weiter