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Philosophin des Monats Juli

Catherine Everett Gilbert

»Den Dichtern mangelt es an Bescheidenheit« das ist eine Schlussfolgerung, die die amerikanische Philosophin Catherine Everett Gilbert aus ihrer Beschäftigung mit der Ästhetik zieht. Für sie ist die Kunst in erster Linie ein Erkenntnisprozess. Und dieser hat zwei Akteure: der Künstler oder die Künstlerin, die durch ihre Darstellung die Wirklichkeit beschreiben und interpretieren. Der andere Akteur ist die Person, die über Kunst nachdenkt. Auch sie gibt durch ihre Überlegungen dem Werk Bedeutung. Gemeinsam konstruieren sie eine Modell der Wirklichkeit.

Gilbert sieht diesen ästhetischen Konstruktivismus als Parallele zum wissenschaftlichen Erkenntnisprozess. Der eine entwirft auf rational-diskursiven Wege ein Modell der Wirklichkeit. Die Kunst dagegen tut dies mittels der sinnlichen Wahrnehmung.


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